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Das Nikon F-Bajonett

Was passt wo: Nikon Kameragehäuse und Nikkore

Vorwort

Seit 1917 sammelt man bei Nikon Erfahrungen im Bau optischen Glases, seit 1925 baut Nikon Objektive und mehr als 50 Millionen Stück wurden seitdem weltweit verkauft. 1933 wurde die Marke Nikkor geboren, die seit dem für vorzügliche Objektive aus dem Hause Nikon steht. Den eigentlichen Ruhm des japanischen Herstellers begründeten Anfang der 50er Jahre zwei Journalisten, David Douglas Duncan und Hank Walker, die für das amerikanische Magazin "Life" von Tokio aus über Japan berichteten: Sie weilten zu einem Besuch im Nikon-Stammwerk Ohi und bestellten ein 50mm f/1.5 und ein 135mm f/4, die nur ein paar Wochen später im Koreakrieg scharfe Bilder (an einer Leica III C) produzierten. Als das Unternehmen im Jahr 1959 ihre erste Spiegelreflexkamera, die legendäre Nikon F, auf den Markt brachten, war dies auch die Geburtsstunde des F-Bajonetts (die Bezeichnung "F"-Bajonett soll auf den Nikon-Chefingenieur "Fuketa" zurückführen, der die erste Nikon SLR-Kamera entwickelte), das es jahrzehntelang bis heute nahezu unverändert den Fotografen ermöglicht, fast jedes (manuelle) Nikon-Objektiv am (AF-) Kameragehäuse und umgekehrt zu verwenden - ein Merkmal, das kein anderer Hersteller auf diese Weise bieten kann.

Aber auch beim Nikon-System leidet inzwischen die Kompatibilität durch den Einzug der Digitaltechnik und neuen Funktionen in Kameras und Objektive, so dass bei bestimmten Kamera/Objektiv-Kombinationen mehr oder weniger starke Einschränkungen auf das System wirken. Im Januar 2006 gab Nikon offiziell bekannt, ihr analoges Fotoprogramm weitgehend einzustellen. Damit konzentriert sich Nikon nun voll auf den digitalen Fotomarkt.

Dieser Beitrag stellt die Nikon Objektivtypen mit dem F-Bajonett vor und stellt die Einschränkungen bei der Verwendung von Nikkoren an Nikon-Kameragehäusen dar. Das kurz aufflackernde APS-System mit den IX-Nikkoren wird nicht berücksichtigt.

Nikon SLR-Kameras arbeiten mit Offenblendenmessung. Das heißt, dass das Sucherbild auch beim Abblenden des Objektives, entsprechend dem kleinsten Blendenwert des Objektives, immer gleich hell bleibt. Die eingestellte Blende wird erst mit dem Auslösen und vor dem öffnen des Verschlusses auf den eingestellten Wert geschlossen (automatische Springblende). Um eine richtige Belichtung zu gewährleisten, muss dem Messsystem der Kamera der eingestellte Arbeitsblendenwert mitgeteilt werden. Dies erfolgt bei Nikon SLR-Kameras und Objektiven mit F-Bajonett je nach Modell und Baujahr auf unterschiedliche Weise, was im folgenden beschrieben wird.

Hinweis:
Die Marken Nikon und Nikkor sind eingetragene Warenzeichen der Nikon Corperation, Japan. Alle Rechte vorbehalten!

Dieser Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und es wird keine Garantie für die Angaben zur Kompatibilität der genannten Geräte übernommen. Exakte Angaben erhält man nur von Nikon selbst.


Manuelle Objektive

Die A-, C- und K-Typen: Die Non-AI Nikkore

Bei den ersten SLR-Kameramodellen Nikon F, F2 und der frühen Nikkormat-Reihe erfolgte die Blendenwertübertragung vom Objektiv an die Kamera über eine Blendengabel (die im Fotografenjargon auch als "Hasenohren" bezeichnet werden), die auf dem Blendenring des Objektives befestigt ist und mit einem Blendenwert-Mitnehmer an der Kamera gekoppelt wird. Die Nikkore mit Baujahr 1959 bis 1977 sind in Reihenfolge der Baujahre: A-, C- und K-Typ.


Nikon F mit Nikkor-H Auto 1:2 f=50mm


Die ersten Nikkore vom A-Typ hatten nur einschichtvergütete Linsen, der Fokussierring war aus Metall. Bei den frühen Versionen war als Herstellerbezeichnung noch Nippon Kokaku Japan und die Brennweitenangaben in cm eingeprägt. Spätere A-Typen trugen dann Nikon und die Brennweite wurde fortan in mm angegeben.

Der folgende C-Typ ab 1970 entspricht mechanisch dem A-Typ, verfügt aber über mehrschichtvergütete Linsen. Diese trugen bis auf wenige Ausnahmen ein "·C" in der Bezeichnung (z. B. Nikkor-H·C Auto 1:2 f=50mm). Einige Objektive des A-Typs (erkennbar am verchromten Filterring) wurden von der Konstruktion übernommen, mit mehrschichtvergüteten Linsen ausgestattet und somit automatisch zum C-Typ (der in der Regel einen schwarzen Filterring hatte). Die A- und C-Typen erhielten in der Bezeichnung eine Codierung, die die Anzahl der Linsenelemente verrät. Dabei bediente man sich der Anfangsbuchstaben der griechischen Zahlwörter:

U = Uns     = eine Linse
B = Bini = zwei Linsen
T = Tres = drei Linsen
Q = Quatuor = vier Linsen
P = Pente = fünf Linsen
H = Hex = sechs Linsen
S = Septem = sieben Linsen
O = Octo = acht Linsen
N = Novem = neun Linsen
D = Decem = zehn Linsen

Also ist das oben genannte Nikkor-H·C Auto 1:2 f=50mm ein C-Typ mit sechs mehrschichtvergüteten Linsen und automatischer Springblende.

Der K-Typ - letzter Typ der Non-AI Objektivbaureihe - ist bei den meisten Objektiven äußerlich an einem gummierten Fokusring sowie an einem schwarzen Ring mit Schärfentiefenskala zu erkennen. Mechanisch entspricht er sonst dem C-Typ. Nicht alle Objektiv-Modelle der Vorreihen sind als K-Typ realisiert worden, da bereits 1977 mit dem N-Typ die neue Kamera und Objektiv-Generation mit dem AI-Standard auf den Markt kam.


Abb. 1: Non-AI Typ


AI Nikkore
Ab 1977 führt Nikon bei alle neuen Kameras und Objektiven das AI-System (AI = Aperture Index) ein. Hier erfolgt die Blendenwertübertragung direkt über eine Steuerkurve am Blendenring des Objektivs, das mit einem kleinen Mitnehmer am Kamerabajonett arbeitet (Abb. 2). Der N-Typ ist die neue Objektivgeneration, die nebem der AI-Steuerkurve auch noch einen Steuernocken unter dem Hinterlinsenring spendiert bekam, der den Kameras EM, FG, FA, F301, F501 mit Blendenautomatik die Lichtstärke mitteilt. AI Nikkore hatten außerdem auf dem Blendenring eine zusätzliche kleine Blendenskala aufgedruckt, die bei einigen AI-Kameras in den Sucher eingespiegelt werden konnte.

Da die Nikkore vor 1977 keine AI-Blendensteuerkurve besitzen, können diese an die meisten Kameras mit AI-System, die nach 1977 vorgestellt wurden, nicht mechanisch angesetzt werden. Die Objektive konnten aber durch den Nikon-Service relativ einfach auf AI-Standard umgebaut werden, in dem der Blendenring gewechselt wurde. Umgekehrt können quasi alle Objektive mit dem AI-Standard an alle jemals von Nikon hergestellten Kameras mit F-Bajonett angesetzt werden! Daher besitzen AI-Nikkore auch weiterhin die Blendengabel (die sie mit AI-System nicht mehr brauchen), damit sie auch mit den älteren Non-AI Kameras arbeiten konnten.



Abb. 2: AI Typ


AI-S Nikkore
Bei den Nikkoren vom AI-S Typ wurde ab 1981 eine lineare Blendensteuerung realisiert, um den Kameras FA, F301 sowie F501 bei Blendenautomatik die Einstellung der Blende zu erleichtern. Zusätzlich erhielten sie einen Indikator an der Hinterlinse (Brennweitenabgriff), der einigen Kameras für bestimmte Programmfunktionen die Objektivbrennweite > 135 mm mitteilt. AI-S Nikkore sind leicht an einer kleinen halbkreisförmigen Einfräsung auf der Bajonettauflage oberhalb der Bajonettverriegelung zu identifizieren. Ein weiteres Erkennungsmerkmal für AI-S Nikkore (Abb. 3) ist die orange gefärbte Zahl der kleinsten Blende auf beiden Blendenringskalen.



Abb. 3: AI-S Typ


Serie E
Objektive der Serie E wurden 1979 zusammen mit dem Kameramodell Nikon EM vorgestellt. Sie entsprechen dem AI-S Typ, allerdings unter Verzicht der Blendengabel und tragen nicht die übliche Bezeichnung "Nikkor". Die Serie E wurde als preiswerte Objektivreihe mit einfacher mechanischer Konstruktion speziell für SLR-Einsteiger angeboten. Die Einstellringe und Schneckengänge sind aus Kunststoff gefertigt, die Linsen wurden (mit Ausnahme der Objektive mit 35, 50 und 100 mm Brennweite) mehrschichtvergütet.
Beispiel: Nikon Lens Series E 35mm 1:2.5

AI-P Nikkore
Diese MF-Objektive ab 1988 entsprechen dem AI-Standard, haben aber eine eingebaute CPU (Central Processing Unit). Blendenwerte, Lichtstärke, und Brennweite können über elektronische Kontakte an AF-Kameras übertragen werden. Äußerlich sind AI-P Nikkore wie die AF-Nikkore an den elektrischen Kontakten über der Hinterlinse zu erkennen. Es bleiben aber Exoten, denn es gibt nur drei AI-P Nikkore: Nikkor 45mm 1:2.8 P, Nikkor 500mm 1:4 P IF-ED und Nikkor 1200-1700mm 1:5.6-8 P IF-ED.




Autofokus Objektive

F3AF
Nikon stellt 1983 mit der F3AF die zweite Autofokuskamera auf dem Fotomarkt überhaupt vor. Dazu wurden zwei speziell konstruierte Objektive mit eingebautem AF-Motor angeboten:
AF-Nikkor 80mm 1:2.8 und AF-Nikkor 200mm 1:3.5 ED. Dazu kam noch der Telekonverter TC-16.
Die beiden Objektive sind leicht an den Blendengabeln ("Hasenohren") auf dem Blendenring zu erkennen - es sind die einzigen AF-Nikkore welche diese Merkmale aufweisen. Außer an der F3AF ist mit den beiden AF-Objektiven nur noch an der Nikon F4 und F-501 ein AF-Betrieb möglich. An allen anderen AF-Kameras dürfen diese Objektive nicht verwendet werden, da sonst die Kameras beschädigt werden können! Mit der ab 1986 eingeführten völlig neuen AF-Nikkorserie und allen Folgetypen ist mit der F3AF kein AF-Betrieb möglich. Die F3AF stellt mit den beiden genannten AF-Objektiven und dem TC-16 somit ein quasi abgeschlossenes AF-System dar.

AF Nikkore
Bei den 1986 eingeführten AF Nikkoren mit eingebauter CPU, werden die Werte für Blende, Lichtstärke des Objektivs, Brennweite und AF-Informationen über elektronische Kontakte an die AF-Kameras übertragen. Der AF wird über einen Motor im Kameragehäuse angetrieben. Der Antrieb erfolgt über eine mechanische Kupplung zwischen Kamera und Objektiv. Mit den DSLR-Einsteigermodelle D40(X), D60, D3000 und D5000 muss mangels AF-Motor im Kameragehäuse mit AF Nikkoren manuell fokussiert werden. Äußerlich sind AF Nikkore mit CPU an den elektrischen Kontakten über der Hinterlinse und der AF-Kupplung leicht zu erkennen (Abb. 4). Sie tragen außerdem die Bezeichnung "AF Nikkor" auf dem Gehäuse. Ab 1988 wurde das Gehäusedesign etwas verändert und der Fokusring wurde breiter und bekam einen griffigen Gummiüberzug.


Abb. 4: AF Typ


Alle AF Nikkore ohne die Zusatzbezeichnung "G" entsprechen dem AI-S Standard. Das heißt, dass die eingestellten Blendenwerte ohne Einschränkungen an MF-Kameras mit AI-System übertragen werden. Bei den AF-Kameras F501, F601, F801(s), F70, F90(X), F100, F4, F5, D200, D300, D700, D1-Serie, D2-Serie und D3-Serie wurde der AI-Standard weiterhin realisiert, um auch ältere Nikkore des AI-Typs mit geringen Einschränkungen verwenden zu können. Wird ein Nikkor vom AI-Typ an eine dieser Kameras gesetzt, erkennt dies die Kamera und stellt automatisch auf Zeitautomatik und Integralmessung um. Bei den Kameras F6, D200, D300, D700, D2-Serie und D3-Serie kann man die Objektivdaten manuell in die Kamera eingeben und dann so verwenden, als hätte das Objektiv eine CPU. Bei den Modellen F401, F50, F60 und den neueren kleinen Amateurmodellen F55, F65, F75, F80, D40(X), D60, D50, d3000, D5000, D70(s), D80, D90, D100 wurde das AI-System nicht mehr implementiert. Diese Kameras benötigen zur Abdeckung der kompletten Kamerafunktionen ausschließlich Nikkore mit CPU vom Typ AF, AF-I, AF-S oder AI-P.


Beispiel: AF Nikkor 50mm 1:1.8

AF-I und AF-S Nikkore
Diese Nikkore haben die AF-Motoren im Objektiv eingebaut. Bei AF-I Nikkoren sind kernlose, bei den neueren AF-S Nikkoren sind Ultraschall- (Silent-Wave) Motoren verbaut. Sonst sind die Objektive funktionell identisch, was auch für die AF-I und AF-S Konverter gilt, die untereinander voll kompatibel sind. Die elektrische Versorgung der AF-Motoren erfolgt über die elektrischen Kontakte. Die Ansteuerung dieser Objektive kann mit den AF-Kameras F65, F70, F75, F80, F90(X), F100, F4, F5, F6 und allen DSLR-Kameras erfolgen. Mit allen anderen älteren AF-Kameras muss manuell fokussiert werden.


Beispiel: AF-S Nikkor 28-70mm 1:2.8 D ED

D Nikkore
AF, AF-I und AF-S Nikkore mit der Zusatzbezeichnung D (seit 1996) übertragen noch zusätzlich für Kameras mit 3D-Matrixmessung die Einstellentfernungsdaten. Diese Daten werden vor allem für Die Blitzbelichtungsmessung verwendet. Mit Einführung der D Nikkore wurde aber nicht nur die Datenübertragung erweitert, sondern oft auch konstruktive Änderungen an den Objektiven vorgenommen.


Beispiel: AF Nikkor 50mm 1:1.8 D

G Nikkore
AF und AF-S Nikkore mit der Zusatzbezeichnung G, die ab dem Jahre 2000 eingeführt wurden übertragen wie D Nikkore die Einstellentfernungsdaten, besitzen aber keinen Blendenring mehr. Die Blende kann hier nur mit einer kompatiblen Kamera eingestellt werden, welche über ein Blendenwählrad verfügt, oder die Blende im P- und S-Modus automatisch einstellt.
Kompatible Kameras sind:
F-401(s/x), F50, F55, F60, F65, F75, F80, F100, F5, F6, D40(X), D50, D3000, D5000, D70(s), D60, D80, D90, D100, D200, D300, D700, D1-Serie, D2-Serie, D3-Serie
Kameras die im P- und S-Modus verwendet werden können:
F-601M, F70, F-801(s), F4, F90(X)
Kameras die nicht kompatibel sind:
F, F2, F3, F3AF, Nikkormat-Serie, FE, FE2, FM, FM2, FM3a, FA, F-301, F-501, F-601AF


Beispiel: AF-S Nikkor 24-70mm 1:2.8 G ED

DX Nikkore
Nikkore mit der Zusatzbezeichnung DX sind im Jahre 2002 speziell für digitale SLR-Kameras mit DX-Bildsensorformat eingeführt worden. Hierbei ist der Lichtstrahlengang für den DX-Bildsensor optimiert. Da diese Nikkore über einen kleineren Bildkreis (Crop-Faktor = 1,5) verfügen, sind sie für analoge Kameras nicht geeignet. Umgekehrt können "normale" AF- und AF-x Nikkore an allen DSLR-Kameras mit DX-Format wie D40(X), D50, D3000, D5000, D60, D70(s), D80, D90, D100, D200, D300, D700, D1-Serie, D2-Serie verwendet werden. Die D700 und D3-Serie mit FX-Bildsensorformat können DX-Objektive mit eingeschränkter Auflösung verwenden. DX Nikkore besitzen keinen Blendenring und tragen daher immer die Zusatzbezeichnung "G".


Beispiel: AF-S DX Nikkor 12-24mm 1:4 G ED

VR Nikkore
Nikkore mit der Zusatzbezeichnung VR sind Objektive, die das aktive Antiverwackelungssystem VR (Vibration Reduction) integriert haben, welche die Verwackelungsunschärfe bei Freihandaufnahmen vermindern. Die VR-Technik wird von den AF-Kameras F65, F75, F80, F100, F5, F6 und von allen DSLR-Kameras unterstützt.


Beispiel: AF-S VR Nikkor 70-300mm 1:4.5-5.6 G IF-ED
 


Was passt wo - Nikon Kameras und Nikkore

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Kompatibilität zwischen den verschiedenen Nikon Kameramodellen und Nikkor-Objektivtypen.

Kamera / Nikkor
AF/MF
Non-AI
AI
AI-S
Serie E
AI-P
AF
AF-D
AF-I / AF-S
AF-G
DX
F
MF
+
+
+
2
2
2
2
2
X
X
F2
MF
+
+
+
2
2
2
2
2
X
X
F2A(S)
MF
2
+
+
+
+
+
+
+
X
X
Nikkormat
MF
+
+
+
2
2
2
2
2
X
X
FT-3
MF
2
+
+
+
+
+
+
+
X
X
EL-2
MF
2
+
+
+
+
+
+
+
X
X
EM
MF
-
+
+
+
+
+
+
+
X
X
F3
MF
2
+
+
+
+
+
+
+
X
X
FG
MF
-
6
+
+
+
+
+
+
X
X
FG-20
MF
-
+
+
+
+
+
+
+
X
X
F3AF
AF
1,2
1
1
1
1
1
1
1
X
X
FM
MF
2
+
+
+
+
+
+
+
X
X
FE
MF
2
+
+
+
+
+
+
+
X
X
FA
MF
-
6,7
+
+
+
+
+
+
X
X
FE2
MF
-
+
+
+
+
+
+
+
X
X
FM2
MF
-
+
+
+
+
+
+
+
X
X
FM3A
MF
-
+
+
+
+
+
+
+
X
X
F-301
MF
-
7,9
+
+
+
+
+
+
X
X
F-401(s/x)
AF
-
X
X
X
1
+
+
1
+
X
F-501
AF
-
1,7,9
1
1
1
+
+
1
X
X
F-601
AF
-
1,3,4,5,8
1,3,4,5,8
1,3,4,5,8
1
+
+
1
X
X
F-601M
MF
-
3,4,5,8
3,4,5,8
3,4,5,8
+
+
+
+
10
X
F-801(s)
AF
-
1,3,4,5,8
1,3,4,5,8
1,3,4,5,8
1
+
+
1
10
X
F4
AF
1,2,3,4,5
1,3,4
1,3,4
1,3,4
1
+
+
+
10
X
F50
AF
-
X
X
X
1
+
+
1
+
X
F60
AF
-
X
X
X
1
+
+
1
+
X
F70
AF
-
1,3,4,5,8
1,3,4,5,8
1,3,4,5,8
1
+
+
+
10
X
F90(X)
AF
-
1,3,4,5,8
1,3,4,5,8
1,3,4,5,8
1
+
+
+
10
X
F55
AF
-
X
X
X
1
+
+
1
+
X
F65
AF
-
X
X
X
1
+
+
+
+
X
F75
AF
-
X
X
X
1
+
+
+
+
X
F80
AF
-
X
X
X
1
+
+
+
+
X
F100
AF
-
1,3,4,5,8
1,3,4,5,8
1,3,4,5,8
1
+
+
+
+
X
F5
AF
-
1,3,4,5
1,3,4,5
1,3,4,5
1
+
+
+
+
X
F6
AF
-
1,3,4,11
1,3,4,11
1,3,4,11
1
+
+
+
+
X
D1-Serie
AF
-
1,3,4,5,8
1,3,4,5,8
1,3,4,5,8
1
+
+
+
+
+
D100
AF
-
X
X
X
1
+
+
+
+
+
D70(s)
AF
-
X
X
X
1
+
+
+
+
+
D50
AF
-
X
X
X
1
+
+
+
+
+
D2-Serie
AF
-
1,3,4,11
1,3,4,11
1,3,4,11
1
+
+
+
+
+
D200
AF
-
1,3,4,11
1,3,4,11
1,3,4,11
1
+
+
+
+
+
D80
AF
-
X
X
X
1
+
+
+
+
+
D40(X)
AF
-
X
X
X
1,12
1
1
+
+ / 1
+
D60
AF
-
X
X
X
1,12
1
1
+
+ / 1
+
D3-Serie
AF
-
1,3,4,11
1,3,4,11
1,3,4,11
1
+
+
+
+
13
D300(s)
AF
-
1,3,4,11
1,3,4,11
1,3,4,11
1
+
+
+
+
+
D700

AF

- 1,3,4,11 1,3,4,11 1,3,4,11 1 + + + + 13
D90
AF
-
X
X
X
1
+
+
+
+
+
D5000
AF
-
X
X
X
1,12
1
1
+
+ / 1
+
D3000
AF
-
X
X
X
1,12
1
1
+
+ / 1
+

AF = Autofokus.
MF = Manueller Fokus.
 + = Objektiv kann ohne Einschränkungen verwendet werden.
 -  = Objektiv ohne AI-Standard (bis Baujahr 1977) kann mechanisch nicht an die Kamera angesetzt werden.
 X = Objektiv kann angesetzt werden, hat aber starke Einschränkungen wie keine Belichtungsmessung und/oder keine Belichtungssteuerung.
 1 = manuelle Fokussierung.
 2 = nur Arbeitsblendenmessung möglich.
 3 = keine Programmautomatik möglich.
 4 = keine Blendenautomatik möglich.
 5 = keine AMP- oder Matrix-Messung möglich.
 6 = Verschlusszeitanzeige im Sucher kann im P-Modus von effektiver Verschlusszeit abweichen.
 7 = keine automatische Umschaltung auf Kurzzeit-Programm P Dual.
 8 = keine Blendenanzeige im Sucher.
 9 = keine Blitzprogrammautomatik möglich.
10 = kann nur mit Programm- und Blendenautomatik verwendet werden.
11 = nach Eingabe der Objektivdaten (AI/AI-S) sind diese ähnlich wie ein Objektiv mit CPU verwendbar.
12 = keine Matrix-Messung möglich.
13 = Im DX-Modus mit eingeschränkter Auflösung verwendbar.
 


Zusätzliche Objektivbezeichnungen

Viele Nikkore tragen noch eine Reihe von zusätzlichen Bezeichnungen für spezielle Ausführungen, die in der nachfolgenden Tabelle dargestellt sind.

Bezeichnung Ausführungen
ASP / Aspherical Nikkor mit asphärischen Linsen zur Verbesserung der optischen Leistung
CRC Nikkor mit "Close-Range-Correction", eine Optimierung (Floating Elements) auf kürzeste Entfernungseinstellung
D AF-D Nikkor, bei dem der Entfernungswert für die 3D-Matrixmessung übertragen wird 
DC Nikkor mit "Defocus control" zur Kontrolle einer bestimmten Schärfentiefe
DX Nikkor mit kleinerem Bildkreis für Nikon DSLR-Kameras mit DX-Sensorformat
ED Nikkor mit einer oder mehreren Linsen aus Spezialglas mit anormaler Teildispersion für die Farbfehlerkorrektur
Fisheye Nikkor mit extremen Bildwinkeln ab 170°
G AF-G Nikkor ohne Blendenring
IF Nikkor mit Innenfokussierung, bei dem die Frontlinse zur Fokussierung nicht bewegt wird
Medical Spezial-Nikkor für medizinisch-technischen Bereich mit integriertem Ringblitz (z. B. Medical Nikkor 120mm 1:4 IF)
Micro Nikkor mit erweiterten Nahbereichsfokussierung und Nahbereichskorrektur
N Nikkor mit Nanokristallvergütung (z. B. AF-S VR Micro Nikkor 105mm 1:2.8 G ED)
Noct Nikkor mit hoher Lichtstärke und spezieller optischer Coma-Korrektur für Nachtaufnahmen (Noct Nikkor 58mm 1:1.2)
PC Shift-Objektiv zum perspektivischen Ausgleich "stürzender" Linien
Reflex Spiegelteleobjektiv
RF Nikkor mit Hinterlinsengliedfokussierung (RF - Rear Focusing)
Series E Einfache Objektivbaureihe vom Typ AI-S, welche mit der Nikon EM vorgestellt wurde.
SIC Nikkor mit besonderer Mehrschichtenvergütung (Super Integrated Coating )
SWM AF-S Nikkor mit Silent-Wave-Motor
Ultra Micro Nikkor das speziell für den Einsatz an Balgengeräte für große Abbildungsmaßstäbe entwickelt wurde
UV Nikkor für den UV-Bereich (wird mit Spezial-UV-Filter geliefert)
VR Vibration-Reduction (aktives Anti-Verwacklungssystem)

Beispiele für Nikon Objektivbezeichnungen

AF Micro Nikkor 200mm 1:4 D IF-ED
Autofokus-Makroobjektiv vom Typ AF-D; feste Brennweite von 200 mm; festes Öffnungsverhältnis von 1:4; Innenfokussierung (IF); einige Linsen aus ED-Glas


AF-S Nikkor 28-70mm 1:2,8 D IF-ED
Autofokus-Zoomobjektiv vom Typ AF-D mit Silent-Wave-Motor (AF-S); variable Brennweite von 28 - 70 mm; festes Öffnungsverhältnis von 1:2,8; Innenfokussierung (IF); einige Linsen aus ED-Glas


A
F-S VR DX Nikkor 16-85mm 1:3.5-5.6 G IF-ED
Autofokus-Zoomobjektiv mit Silent-Wave-Motor (AF-S); Vibration-Reduction System (VR); kleiner Bildkreis für digitale SLR-Kameras (DX); kein Blendenring (G); variable Brennweite von 16 - 85 mm; variables Öffnungsverhältnis von 1:3,5 - 5,6; Innenfokussierung (IF); einige Linsen aus ED-Glas


AF-S DX Nikkor 17-55mm 1:2.8 G IF-ED
Autofokus-Objektiv mit Silent-Wave-Motor (AF-S); kleiner Bildkreis für digitale SLR-Kameras (DX); kein Blendenring (G); variable Brennweite von 17 - 55 mm; festes Öffnungsverhältnis von 1:2,8; Innenfokussierung (IF); einige Linsen aus ED-Glas

 

Version 3.26 - Erstellt am 27.09.2009

Horst Schneider

 

 
 
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